Trauerredner Verdienst

Was kostet ein Trauerredner? 3 Faktoren, die die Höhe des Honorars beeinflussen! So finden Sie heraus, welches Honorar in Ihrer Gegend üblich ist …

Was kostet ein Trauerredner?
3 Faktoren, die die Höhe des Honorars beeinflussen! So finden Sie heraus, welches Honorar in Ihrer Gegend üblich ist …

Überblick

Was verdient ein Trauerredner? Wie hoch sind die Kosten?

Dieser Beitrag richtet sich in erster Linie an Interessenten, die Trauerredner werden möchten. Auf dieser Seite erfahren Sie:

Was kostet ein Trauerredner?

Das Honorar in Deutschland liegt zwischen 190 und 650 € pro Trauerrede.

Trauerredner in der Schweiz bekommen für eine Trauerfeier zwischen 850 und 1200 Schweizer Franken (750 und 1050 €).

Wie kommt es zu diesen teilweise erheblichen Unterschieden?

3 Faktoren, die die Höhe des Honorars beeinflussen

Die Gegend, in der Sie leben
Je nach Stadt, Region und Bundesland unterscheidet sich das Honorar erheblich.
Ihre Positionierung
Wer wollen Sie sein für wen? Wie sehen Sie sich selbst? Wie schätzen Sie Ihren eigenen Wert ein? Arbeiten Sie eher mit „Discountbestattern“ oder Bestattern im Hochpreissegment zusammen? Wie unterscheiden Sie sich von anderen Rednern in Ihrer Region? Was ist Ihr „Alleinstellungsmerkmal“?
Ihr Angebot
Was genau bieten Sie an? Wichtig dabei zu wissen ist, dass eine persönliche und individuelle Rede EIN Bestandteil des Angebots ist, aber nicht DAS Angebot.

Eine Beispielrechnung

Rechnen wir in diesem Beispiel mit einem Honorar von 400 €.

5 Aufträge im Monat
2000 € im Monat (entspricht etwa 1 Trauerfeier in der Woche). Vielleicht möchten Sie nur hin und wieder einen Auftrag annehmen. Ein Auftrag entspricht einem Arbeitsaufwand von etwa 5-7 Stunden in der Woche.
10 Aufträge im Monat
4000 € im Monat (entspricht etwa 2 Trauerfeiern in der Woche). 10 Trauerfeiern im Monat durchzuführen ist absolut realistisch. Es entspricht einem Arbeitsaufwand von etwa 10-14 Stunden in der Woche.
20 Aufträge im Monat
8000 € im Monat (entspricht etwa 5 Trauerfeiern in der Woche). 20 Trauerfeiern im Monat durchzuführen ist eher die Ausnahme, kommt aber vor und ist grundsätzlich möglich.
Es hängt davon ab, wo Sie wohnen, mit wie vielen Bestattern Sie zusammenarbeiten und wie gut Sie organisiert sind. Das entspricht einem Arbeitsaufwand von etwa 25 bis 35 Stunden pro Woche.

Wie hoch liegt der Zeitaufwand pro Auftrag?

Der Zeitaufwand beträgt in meinem Fall 5-7 Stunden (Durchschnittswert) pro Auftrag inklusive Fahrtzeit.

Auftragsannahme 3 Minuten
Erstkontakt mit den Angehörigen 3 Minuten
Vorgespräch mit den Angehörigen 1 Stunde (ein Durchschnittswert!)
Wenn Sie das Vorgespräch richtig führen und wissen, welche Fragen Sie stellen (und welche nicht!), bekommen Sie mehr als genug qualitativ hochwertige Informationen, um eine sehr persönliche Trauerrede und Trauerfeier gestalten zu können.
Ausarbeitung der Rede und Planung der Trauerfeier 1-3 Stunden
Trauerfeier 30-45 Minuten

Je nachdem, wie lange Sie für die Ausarbeitung der Rede benötigen, kommen Sie auf 3 bis 4 Stunden. Dazu kommt die Fahrtzeit.

So finden Sie heraus, welches Honorar in Ihrer Gegend üblich ist

Warum wichtig?

Wenn Sie wesentlich weniger an Honorar verlangen, als in Ihrer Gegend üblich ist, machen Sie 1. die Preise kaputt und gelten 2. als der „billige Jakob“, der wohl nicht viel taugen kann.

Wenn Sie wesentlich mehr an Honorar verlangen, als in Ihrer Gegend üblich ist, müssen Sie ein gutes Alleinstellungsmerkmal haben und deutlich kommunizieren, was Sie von anderen Trauerrednern unterscheidet.

Wie können Sie also herausfinden, welches Honorar in Ihrer Gegend üblich ist?

1. Fragen Sie Google oder eine KI

Geben Sie in das Suchfeld den Begriff „Trauerredner“ gefolgt von Ihrem Ort ein. Auch wenn Begriffe wie „Grabredner“, „Bestattungsredner“ oder andere Begriffe hin und wieder genutzt werden, ist der Begriff „Trauerredner“ der Top-Suchbegriff bei Google.

Das Problem

Viele Trauerredner "verstecken" ihren Preis und machen ihn nicht transparent, sofern sie überhaupt eine Webseite haben. Das macht es unter Umständen schwierig, den Preis und die Kosten herauszufinden.

2. Fragen Sie Bestatter in Ihrer weitläufigen Region

Fragen Sie einige Bestatter oder noch besser: Lassen Sie fragen!

Es kommt in der Regel nicht so gut an, wenn Sie Bestatter, mit denen Sie möglicherweise selbst in Zukunft zusammenarbeiten möchten, fragen, was andere Trauerredner an Honorar nehmen!

Das Problem

Es wird Bestatter geben, die auf eine direkte Frage nach dem Honorar ihrer Trauerredner direkte Antworten geben.

In der Praxis sieht es leider so aus, dass viele Bestatter auf eine telefonische Anfrage hin mauern und weder preisgeben wollen, mit wie vielen Trauerrednern sie zusammenarbeiten, noch was sie an Honorar bekommen.

Deshalb hier mein Praxis-Tipp!

3. Verwenden Sie die Columbo-Taktik

Kennen Sie noch „Inspektor Columbo?“ Columbo ist ein unordentlich und manchmal begriffsstutzig wirkender Polizeibeamter. Tatsächlich ist er hochintelligent. Er löst viele seiner Fälle, indem er sich absichtlich dumm stellt.

Wie sieht die Columbo-Taktik in der Praxis aus?

Sie rufen einen Bestatter an und sagen sinngemäß Folgendes: „Ich hab da mal ne dumme Frage. Mein Onkel (oder wer auch immer) ist in die Jahre gekommen und wir haben vor Kurzem darüber gesprochen, wie er sich seine Trauerfeier vorstellt. Wir waren ganz überrascht zu erfahren, dass er nicht mehr in der Kirche ist. Haben Sie da eine Idee, welche Alternative es gibt?“

Was wird der Bestatter jetzt tun?

„Dafür gibt es sogenannte Freie Redner oder Trauerredner!“
„Ach das ist ja interessant. Und was nehmen die so?“

Und schon haben sie konkrete, authentische und realistische Preise!

Mit wem rechnen Sie ab? | Honorar Trauerredner

Es gibt 2 Möglichkeiten.

Sie rechnen mit dem Bestatter ab

Das ist die von mir bevorzugte Variante. Entweder erhalten Sie Ihr Honorar gegen Vorlage der Rechnung in bar am Tag kurz vor Beginn der Trauerfeier oder per Überweisung nur wenige Tage später direkt auf Ihr Konto.

Sie rechnen mit den Angehörigen ab

Auch diese Variante wird in der Praxis genutzt. Aus meiner Erfahrung ist sie jedoch nicht immer die angenehmste Lösung – weder für die Angehörigen noch für uns Trauerredner.

Viele Familien sind sehr dankbar für unsere Begleitung durch die Trauerfeier. Gleichzeitig beginnt nach der Abschiedsfeier oft eine anstrengende Zeit: 

Es gibt viel zu organisieren, Formalitäten laufen weiter, und für viele fühlt sich diese Zeit weiterhin wie ein emotionaler Ausnahmezustand an. Da kann eine Rechnung schlicht untergehen – ohne jede Absicht.

Dann Wochen später noch einmal an das Thema Zahlung zu erinnern, ist für beide Seiten oft unangenehm. Um alle Beteiligten zu entlasten, habe ich deshalb mit den Bestattern vereinbart, dass ich direkt mit ihnen abrechne. 

Das hat sich in der Praxis als zuverlässig und sehr unkompliziert erwiesen.

Welche Varianten des Honorars sind üblich? | Trauerredner Verdienst

Drei Varianten sind in der Praxis üblich.

1. Sie rechnen nach Zeit ab

Es gibt Redner, die so vorgehen und es ist die für uns als Redner beste Variante. Für Bestatter allerdings, die Sie ja auch „verkaufen“ müssen und für Angehörige, die vorher meistens genau wissen wollen, wie viel Sie kosten, ist es die schlechteste Variante.

Außerdem könnte es sein, dass Angehörige beim Vorgespräch das Gefühl haben, dass Sie mit jeder Frage, die Sie stellen, Zeit schinden wollen, um das Honorar in die Höhe zu treiben. Es führt zu eher unguten Gefühlen auf Seiten der Angehörigen.

2. Der Festpreis

Es ist die beste Variante für Bestatter und Angehörige. Angehörige wissen genau, woran sie sind und Bestatter müssen sich keine komplizierten Berechnungsmodelle merken, wenn sie Angehörige von Ihnen und Ihrem Angebot überzeugen müssen.

Allerdings ist diese Variante für uns als Redner ungünstig. Denn manchmal (nicht der Regelfall) kommt es vor, dass das Vorgespräch zwei Stunden oder länger dauert und Sie dementsprechend sehr viele Informationen bekommen.

Das bedeutet, das auch die Ausarbeitung der Rede mehr Zeit in Anspruch nimmt. In diesem Fall bekommen Sie genau das gleiche Honorar wie sonst auch, obwohl Sie vielleicht doppelt so viel Zeit in die Vorbereitung investiert haben.

Arbeiten Sie mit einem Festpreis, kommen Sie dem Bestatter und den Angehörigen auf jeden Fall sehr entgegen.

Meine Empfehlung ist daher Variante 3.

3. Die Preisspanne

Sie vereinbaren eine Preisspanne und sagen beispielsweise Ihr Trauerredner Verdienst liegt zwischen 450,- und 490,- €.

Das können zum einen Bestatter klar an Angehörige kommunizieren, die Angehörigen wissen, woran sie sind und Sie haben ein wenig Luft und Spielraum Ihr Honorar dem tatsächlichen Arbeitsaufwand anzupassen.

Schon gewusst?

5 Fehler, die jede Trauerfeier zum Scheitern bringen …

In diesem Video erfahren Sie, welche 5 Fehler jede Trauerfeier zum Scheitern bringen. 

Sie erfahren außerdem, wo Sie mehr darüber erfahren können, ob die Tätigkeit des Trauerredners zu Ihnen passt und wie Sie an die 10 Fragen zum Selbsttest kommen.

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